Nach dem Auftakt des Beteiligungsprozesses in Berlin-Steglitz-Zehlendorf geht PALLAS den nächsten Schritt: Für eine Befragung im Stadtteil sucht das Projekt freiwillige Unterstützerinnen und Unterstützer, die mit Menschen vor Ort ins Gespräch kommen möchten.
Im Mittelpunkt der Befragung steht die Frage, was Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld brauchen, um auch bei schwerer Krankheit möglichst lange selbstbestimmt und gut begleitet leben zu können. Welche Unterstützung gibt es bereits? Wo erleben Menschen gute Nachbarschaft? Welche Angebote fehlen – und welche Rolle können Nachbarschaft, Ehrenamt und lokale Einrichtungen übernehmen?
Die Befragung knüpft unmittelbar an den bereits gestarteten Beteiligungsprozess in Steglitz-Zehlendorf an. Während beim Auftakt unterschiedliche Perspektiven aus Bürgerschaft, Kommune, Hospizarbeit, Palliativversorgung und weiteren lokalen Strukturen zusammengebracht wurden, soll nun der Blick stärker in die Stadtteile selbst gehen.
Mit Menschen vor Ort ins Gespräch kommen
Für die Befragung sucht PALLAS Menschen, die sich vorstellen können, für einen begrenzten Zeitraum ehrenamtlich mitzuwirken. Eine fachliche Ausbildung oder Erfahrung in der Hospiz- oder Palliativarbeit ist dafür nicht erforderlich. Wichtig sind vor allem Interesse am eigenen Stadtteil, Offenheit gegenüber unterschiedlichen Menschen und die Bereitschaft, zuzuhören.
Die Freiwilligen werden vor ihrem Einsatz auf die Befragung vorbereitet und erhalten alle notwendigen Informationen und Materialien. Anschließend führen sie Gespräche mit Menschen im Stadtteil und helfen dabei, Erfahrungen, Wünsche und Ideen aus der Bevölkerung zusammenzutragen.
Gerade diese Perspektiven sind für PALLAS wichtig. Denn eine Caring Community lässt sich nicht allein am Schreibtisch planen. Wer wissen möchte, wie sorgende Gemeinschaften funktionieren können, muss die Menschen einbeziehen, die dort leben.
Die Ergebnisse fließen in den weiteren Beteiligungsprozess ein
Die Stadtteilbefragung ist Teil des PALLAS-Modellprozesses in Steglitz-Zehlendorf. Die gewonnenen Erkenntnisse werden ausgewertet und fließen in die weitere Arbeit vor Ort ein. Sie sollen dabei helfen, vorhandene Strukturen und Netzwerke sichtbar zu machen, Lücken zu erkennen und gemeinsam mit den beteiligten Akteuren konkrete Ansätze für eine sorgende Gemeinschaft weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig ist die Befragung Teil der wissenschaftlichen Arbeit von PALLAS. Das Projekt untersucht an mehreren Modellstandorten, wie Palliativversorgung, Hospizarbeit, kommunale Strukturen und bürgerschaftliches Engagement besser miteinander verbunden werden können.
Wer die Stadtteilbefragung unterstützen und selbst mit Menschen vor Ort ins Gespräch kommen möchte, kann sich ab sofort bei PALLAS melden.
