Wie können Menschen mit schwerer Erkrankung und am Lebensende möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben? Welche Rolle können Nachbarschaften, freiwilliges Engagement und lokale Gemeinschaften dabei übernehmen? Und wie müssen professionelle Palliativversorgung, Hospizarbeit, kommunale Strukturen und Zivilgesellschaft zusammenspielen, damit vor Ort tragfähige Caring Communities entstehen?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt PALLAS – Palliativversorgung, Hospizarbeit und Lokale Akteure in Sorgenden Gemeinschaften. Das Projekt verbindet professionelle Versorgungsstrukturen mit dem sozialen Umfeld der Menschen und nimmt damit eine Perspektive ein, die über die medizinische und pflegerische Versorgung hinausgeht. Denn schwerwiegende Erkrankungen, Sterben, Tod und Trauer sind nicht nur Aufgaben professioneller Dienste. Sie betreffen Familien, Freundeskreise, Nachbarschaften und letztlich die Gesellschaft als Ganzes.
Für die wissenschaftliche Begleitung und Weiterentwicklung dieses Ansatzes suchen wir eine:n wissenschaftliche:n Mitarbeiter:in (m/w/d).
Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht die wissenschaftliche Konzeption und Weiterentwicklung eines erweiterten Caring-Community-Ansatzes an den Schnittstellen von Hospiz- und Palliativversorgung, Sozialraumentwicklung, kommunalen Strukturen und bürgerschaftlichem Engagement. In sechs bis acht Modellstandorten wird untersucht und erprobt, wie solche lokalen Sorgegemeinschaften entstehen und dauerhaft gestärkt werden können.
Zu den Aufgaben gehören die wissenschaftliche Begleitung, das Monitoring und die Evaluation der Modellstandorte ebenso wie deren fachliche Beratung und Vernetzung. Sie arbeiten mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und Praxis, Kommunen, Hospiz- und Palliativversorgung, Zivilgesellschaft und freiwilligem Engagement zusammen und unterstützen den Wissenstransfer zwischen den Beteiligten.
Die gewonnenen Erfahrungen sollen nicht allein den Modellstandorten zugutekommen. Sie werden systematisch ausgewertet und in Konzepte, Evaluationsberichte, ein Praxishandbuch, eine Good-Practice-Sammlung sowie Empfehlungen für Praxis und Politik überführt. Damit will PALLAS auch einen Beitrag zu einer größeren gesellschaftlichen Frage leisten: Wie wollen wir künftig als Gemeinschaft mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer umgehen?
Das Projekt läuft bis zum 30. Juni 2029 und wird vom Kuratorium Deutsche Altershilfe – Wilhelmine-Lübke-Stiftung e. V. (KDA) durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Interesse, gesellschaftlichen Wandel wissenschaftlich mitzugestalten?
Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.
